BAfEP Hartberg
BUNDESBILDUNGSANSTALT FÜR ELEMENTARPÄDAGOGIK

Überraschung im Hartberger Gmoos!


Eines schönen Vormittages machten wir, wie des Öfteren, einen Spaziergang ins Hartberger Gmoos.

Es war kurz vor Weihnachten, wir genossen noch die warmen Vormittagssonnenstrahlen, als wir plötzlich umgefallene Baumstämme entdeckten.


An den typischen Nagespuren am Baumstamm wussten wir sofort, welcher Baumeister hier am Werk war. Wir gingen näher heran um die charakterischen Spuren besser anzusehen. Wer war denn das? Konnte es wirklich ein Biber gewesen sein? Sind Biber bei uns ansässig?

Wir gingen näher zum Bach hin. Dort konnte man sehen, wie viele Äste und kleinere Stämme zu einem Bau übereinandergeschichtet waren. Wie staunten die Kinder über die vielen kleinen Holzstückchen die am Boden neben dem umgefallenen Baumstamm lagen!

All diese hat so ein kleines Tier nur mit seinen Zähnen abgenagt, bis der Baum umfiel! 

Jedes Kind suchte sich ein Holzstückchen aus, das der Biber heruntergenagt hatte. Diesen wertvollen Schatz steckten sich die Kinder schnell in die Jackentasche.  Ich meinte: “Dieses Stück Holz können wir in unsere Portfolio Mappe geben!“ 

Die meisten Kinder gaben diesen Schatz nicht mehr her und nahmen ihn mit nach Hause.  Ein paar Tage später gingen wir wieder zum Bau um nachzusehen, ob sich etwas verändert hat.  

Wir werden den Biberarbeitsplatz im Auge behalten und uns noch öfters auf Beobachtungstour dorthin begeben… wer weiß welche Überraschung noch auf uns wartet!



Einige Infos:

Einen Baum von 30 bis 40 cm Stammdurchmesser fällt ein Biber ohne weiteres in einer Nacht. Typisch sind dabei die sanduhrförmigen abgenagten Baumstämme. Der Biber wohnt an stehenden und fließenden Gewässern. Er lebt in Biberburgen, das sind aus Stämmen und Ästen selbstgebaute Dämme, in denen innen eine ausgepolsterte Höhle ist. Manchmal bauen Biber ihre Burg auch in Erdhöhlen. Der Biber ernährt sich von Rinde, Blattwerk oder verschiedenen Bäumen.